Handlungsfeld: Medienkompetenz


Ziel:

Das Lernen mit und über Medien wird im Rahmen der Medienbildung und auf der Grundlage bestehender Konzepte und Kooperationen weiterentwickelt und gestärkt. Medienkompetente Kinder und Jugendliche entwickeln Maßstäbe und Bewertungskriterien für den Gebrauch von Medien. Medienkompetenz soll sie befähigen,

  • die Kommunikation mit und über Medien auf der Grundlage ihrer moralischen Maßstäbe, ethischen Orientierungen und ästhetischen Urteile, souverän zu beherrschen,

  • aktuelle Medienentwicklungen zu beurteilen sowie

  • Wirkungsrisiken und Gefährdungen selbstbewusst zu begegnen und darauf mit eigenen Handlungskompetenzen und Verhaltensstrategien zu reagieren.

Die Förderung von Medienkompetenz bei Kindern und Jugendlichen umfasst sowohl die Produktion von Medien als auch kritische Reflexionen über den Umgang mit diesen Medien. Die Schülerinnen und Schüler lernen,

  • Medien zu bedienen und diese als Informations- und Kommunikationsinstrument einzusetzen.

  • Sie sollen dabei die Chancen nutzen, welche die Medien bieten, aber erkennen auch die Gefahren, die mit der Mediennutzung verbunden sind.

  • Sie sollen für den bewussten Umgang mit eigenen und fremden Daten sensibilisiert werden, wenn es beispielsweise darum geht, Musik, Videos oder Fotos aus dem Internet zu verwenden oder eigene Daten im Internet zu veröffentlichen.

  • Darüber hinaus sind sie sich bei der Produktion eigener Medieninhalte grundlegender ästhetischer Gesichtspunkte bewusst (z. B. beim Erstellen einer Präsentation).

Umsetzung:

  • Schülerinnen und Schüler, aber auch Lehrkräfte und Eltern, sollen insbesondere auf den Gebieten Datenschutz, Persönlichkeitsrecht, Urheber- und Lizenzrecht sensibilisiert und unterstützt werden. Hierzu wird das Zentrum für Medienbildung schulische Multiplikatorennetzwerke für Lehrkräfte, sowie Schülerinnen und Schüler aufbauen und für Eltern geeignete Informationsveranstaltungen anbieten. Auch die Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen, insbesondere mit den Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft Medienkompetenz, wird dazu fortgesetzt und weiterentwickelt.

  • Ebenso stehen die Landesmoderatorinnen und Landesmoderatoren für Medienkompetenz, die im Rahmen des Projektes „Medienberater und Medienscouts an saarländischen Schulen“ ausgebildet wurden, dem Zentrum für Medienbildung bei der Vorbereitung, Organisation und Durchführung von Fortbildungsveranstaltungen, Projekten und Veranstaltungen im Bereich der Förderung von Medienkompetenz zur Verfügung.

  • Die Förderung eines „Bündnisses für elterliche Medienbildung“ aus Vertretern der Eltern- und Schülerverbände, den Lehrerverbänden, dem JUZ United, der AG Medienkompetenz u.a. wird angeregt. Vorbild könnte hier die „Initiative Eltern+Medien“ aus NRW sein.

  • Das in Kooperation mit dem Land Rheinland-Pfalz durchgeführte Projekt „Medienberatung und Medienscouts an saarländischen Schulen“ wird weitergeführt und ausgebaut. Ziel ist es, an jeder weiterführenden allgemeinbildenden Schule ein bis zwei Medienberaterinnen und Medienberater zu qualifizieren, die ihrerseits für die kontinuierliche Ausbildung von Schülerinnen und Schülern als Medienscouts verantwortlich sind.

  • Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Gebiet des Datenschutzes. Für Themen wie Persönlichkeitsrechte, den Schutz eigener und fremder privater Daten, Urheber- und Lizenzrechte sowie die massenhafte privatwirtschaftliche und staatliche Speicherung von Daten (Big Data) bedarf es der Sensibilisierung und Aufklärung. Die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Unabhängigen Datenschutzzentrum Saarland wird deshalb fortgeführt und ausgebaut.

  • Gemeinsam mit der Landeszentrale für politische Bildung werden Strategien zur Förderung der informationellen Selbstbestimmung erarbeitet. Die Themen Big Data, Bewahrung der persönlichen Freiheit und Demokratieerziehung im digitalen Zeitalter müssen Teil der politischen Medienbildung sein.